
Die drei Kommunen Bergheim, Bedburg, Elsdorf haben sich zusammen mit der RWE Power AG dazu entschieden, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein gemeinsames Handlungskonzept für das gesamte :terra nova-Gebiet zu erarbeiten. In einer ersten Stufe wurde mittels eines kooperativen Planungsverfahrens ein gemeinsamer „Masterplan :terra nova“ erarbeitet, der Aussagen zu allen wesentlichen Projektbausteinen trifft. [Nördliche Tagebaukante Hambach, Abraumbandanlage, Bereich der ehem. LEP-VI-Fläche, Umfeld des Kraftwerkes Niederaußem]. Der Startschuss für das Masterplan-Verfahren wurde im Rahmen einer Planungswerkstatt vom 29. bis zum 31. Oktober 2007 gegeben. Sechs international renommierte Planungsteams waren eingeladen gemeinsam mit den Fachleuten und der Öffentlichkeit vor Ort überzeugende Konzepte für das Projekt :terra nova zu erarbeiten. Am 7. Dezember 2007 wurden die Entwürfe der Planerteams im Rahmen eines öffentlichen Abschlussforums erläutert und diskutiert, bevor im Anschluss daran ein Empfehlungsgremium 2 Siegerentwürfe bestimmte. Dabei entschied sich das hochkarätig besetzte Fachgremium einstimmig für die Beiträge der Planerteams bbz /arch 42 aus Berlin und Lohrberg / Pesch aus Stuttgart. Deren Entwürfe werden derzeit überarbeitet und zu einem gemeinsamen Masterplan :terra nova zusammengeführt.
Projektansatz
Das Projekt :terra nova steht für die Zukunftsabsicht, die Umstrukturierung der rheinischen Tagebauregion positiv zu begleiten und mit weiteren Zukunftsimpulsen zu versehen. Dabei sollen die Faszination sowie die vorhandenen Kompetenzen der authentischen, aktiven Energiestandorte dazu genutzt werden, um Zukunftsimpulse für die Region zu setzen und strukturpolitischen Mehrwert zu generieren. Anknüpfend an bestehende Kompetenzen und Organisationsstrukturen lassen sich langfristig tragfähige Konzepte entwickeln, die in der Region verankert sind und dauerhaft getragen werden.
Die Städte Bergheim, Bedburg und die Gemeinde Elsdorf haben sich zusammen mit dem Rhein-Erft-Kreis dazu ausgesprochen, in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen RWE Power AG und den unterschiedlichen Beteiligten vor Ort ein zukunftsfähiges Konzept für ihren unverwechselbaren Raum zu erarbeiten. Dabei wollen die in den aktuell und am stärksten von den durch den Braunkohlenabbau verursachten Veränderungen betroffenen Kommunen des Rhein-Erft-Kreises zusammen mit dem Bergbau- und Energieunternehmen RWE Power diese Veränderungen thematisieren, die gewaltigen Eingriffe öffentlichkeitswirksam präsentieren und Chancen für die Zukunftsentwicklung in interkommunaler Zusammenarbeit ausarbeiten. Die vorhandenen Kompetenzen im Energiebereich sollen bei dem durch Auslaufen der Braunkohleförderung absehbaren Strukturwandel in der Region gehalten und ausgebaut werden. Dabei sollen bereits bestehende Projektideen und -ansätze in die Konzeption einbezogen, konkretisiert und weiterentwickelt werden, sowie eine enge Abstimmung und Integration des Projektes in die Öffentlichkeits- und Informationsarbeit der RWE Power AG erfolgen.
Ziel ist die Entwicklung eines überzeugenden Gesamtkonzeptes einer „Zukunftslandschaft Energie“, das die rheinische Tagebauregion in ihrer Identität stärkt, die laufenden Umstrukturierungsprozesse zur Gestaltung einer außergewöhnlichen, attraktiven Landschaft nutzt und der Region wertvolle, wirtschaftliche Impulse für die Zukunft gibt.
Folgende Projektbausteine sollen im Rahmen der Regionale 2010 qualifiziert bzw. in ihrer Entwicklung angestoßen werden:
Projektbaustein 1:
Gestaltung der Nördlichen Tagebaukante Hambach
Projektbaustein 2:
Gestaltung der ehemaligen Abraumbandanlage
Projektbaustein 3:
Entwicklung der ehemaligen LEP VI – Fläche
Projektbaustein 4:
Gestaltung des möglicherweise neuentstehenden, hochmodernen Braunkohlekraftwerks Niederaußem