C. Hölzer Regionale 2010 Agentur
terra nova

Projektbaustein 3: Entwicklung der ehemaligen LEP VI-Fläche
Die drei Kommunen Bergheim, Bedburg und Elsdorf haben sich für die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes auf einer ehemaligen LEP VI-Fläche [Landschaftsentwicklungsplan VI zur Ausweisung von Gebieten für flächenintensive Großvorhaben, hier ehemals: Atomkraftwerk] entschieden, mit dem Ziel, diesen Bereich an das übergeordnete Gesamt-konzept :terra nova inhaltlich und räumlich anzubinden. Derzeit ist die Fläche intensiv landwirtschaftlich genutzt, sie wird von drei Ferngasleitungen tangiert und ist ideal an überregionale Verkehrstrassen angebunden. Eine erste Zielformulierung für diesen Raum sieht ein Kompetenzzentrum für Energie[land]wirtschaft vor. Inmitten nachwachsender Rohstoff-Felder, die selbst Bestandteil einer „Forschungslandschaft“ sind, soll die sog. Energieakademie Rhein-Erft entstehen:

Ein neu entstehendes Bio-Kraftwerk in Verbindung mit einem Freiland-Labor für nachwachsende Rohstoffe, welches das im Rhein-Erft-Kreis gebündelte Knowhow der Energie- und der Landwirtschaft miteinander verknüpft sowie den engen Schulterschluss zwischen Forschung und Anwendungspraxis herstellt, soll sukzessive energiekompetente Betriebe und Technologien an den Standort ziehen. Im Rahmen der LEP VI-Flächenentwicklung sollen folgende Teil-Bausteine berücksichtigt werden:

Biogas-Anlage der RWE Power AG als „Adresse“

Im Bereich der ehemaligen LEP VI-Fläche soll ein hoch-modernes Biokraftwerk der RWE Power AG entstehen. Als Wirtschaftsfaktor und Lernort [„Gläsernes Kraftwerk“] zur Vermittlung vorhandener Kompetenzen gegenüber der Bevölkerung in Verbindung mit einem Info-Point der RWE Power AG soll das Bio-Kraftwerk zu einer Standort-„Adresse“ und zu einem innovativen Zukunftsort werden.

Energie-Akademie Rhein-Erft [inklusive Energieeffizienz-Agentur] mit einem Freiland-Labor für nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung
Im engen inhaltlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem neuentstehenden Bio-Kraftwerk soll in Kooperation zwischen den Kommunen Bergheim, Bedburg, Elsdorf, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Unternehmen RWE Power AG, der Universität Bonn und der Landwirtschaftskammer NRW die Energieakademie Rhein-Erft als ein Kompetenzzentrum zur Effizienz-steigerung nachwachsender Rohstoffe zur Energie-gewinnung entstehen. Ein Freiland-Labor soll der wissenschaftlichen Untersuchung und praktischen Erprobung unterschiedlicher Pflanzensorten dienen und gleichzeitig ein landschaftlich-attraktives Umfeld für das Bio-Kraftwerk und den Bereich zur Ansiedlung energiekompetenter Betriebe bilden.

Schrittweise Ansiedlung energiekompetenter Betriebe

Durch das Zusammenkommen energiewirtschaftlicher und landwirtschaftlicher Kompetenzen am Standort der Energie-Akademie Rhein-Erft entstehen optimale Voraussetzungen für die Ansiedlung damit im Zusammenhang stehender Betriebe. Auf diese Weise soll schrittweise ein themenbezogenes Gewerbegebiet entstehen, das durch die räumliche Nähe zur Forschung innovativen und zukunftsfähigen Unternehmen im Bereich der Energietechnologien optimale Bedingungen bietet.

Standort

Aussichtspunkt Tagebau Hambach
50189 Elsdorf - Angelsdorf
Holzgasse