terra nova aktuell

03 | 05 | 2010 Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers setzt ersten Spatenstich für das Forum :terra nova

Für das „Forum :terra nova“ ist am Montag, den dritten Mai in Elsdorf der erste Spatenstich gesetzt worden.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, Bürgermeister der Stadt Elsdorf Wilfried Effertz, Architekt Dirk Lüderwaldt und dem Regionale 2010-Geschäftsführer Dr. Reimar Molitor schritt Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power, zum symbolischen Akt am Rand des Tagebaus Hambach.

Der Planungsverband :terra nova besteht aus dem Rhein-Erft-Kreis und den Kommunen Bergheim, Bedburg und Elsdorf. Mit Unterstützung der Regionale 2010 Agentur, der RWE Power AG, dem Erftverband und der Landwirtschaft hat der Verband das Projekt gezielt weiterentwickelt. :terra nova will ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Energieregion im nördlichen Rhein-Erft-Kreis erarbeiten, das über die Regionale 2010 hinaus trägt. Dabei sollen die Region in ihrer Identität gestärkt, die mit dem Bergbau verbundenen Veränderungen zur Gestaltung einer außergewöhnlichen, attraktiven Landschaft genutzt und wertvolle, wirtschaftliche Impulse gegeben werden.

„Ich bin mir sicher :terra nova wird eine wichtige Rolle dabei spielen, dass Nordrhein-Westfalen seine Position als Vorreiterland für Erneuerbare Energien weiter ausbaut. Und dass unser Land das umweltfreundlichste Industrieland in Deutschland wird. Deshalb freue ich mich auf das, was Dank :terra nova hier in nächster Zeit entstehen wird“, betonte Ministerpräsident Rüttgers.

„Mit dem Forum :terra nova erhält die Gemeinde Elsdorf ein Leuchtturmprojekt, das weit über die Region hinaus strahlt, viele Besucher anziehen wird und in die Zukunft weist“, hob Bürgermeister Effertz den besonderen Stellenwert des heutigen Spatenstiches hervor.

Auf die Bedeutung, die das Projekt für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis und darüber hinaus hat, verwies auch der Regionale 2010-Geschäftsführer: „:terra nova entwickelt eine Zukunftslandschaft für Energie, die weit über die Regionale 2010 hinausreicht. Mit dem Tagebauforum und der Umgestaltung der ehemaligen Bandanlage zu einem einzigartigen Erlebnisraum gewinnt die Region eine spannende und attraktive Adresse. Für uns ist es wichtig, dass sich die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten im Geist dieser konkreten Vorhaben dauerhaft etabliert“, so Molitor.

Für das neue Besucherzentrum mit einem hochwertigen Außenbereich gilt der :terra nova-Leitspruch „Neues entdecken“. Er entstammt der Feder des Frechener Architekten Dirk Lüderwaldt, der sich mit seinem innovativen Entwurf in einem europa­weiten Wettbewerb gegen 30 Mitbewerber durchsetzen konnte. Mit dem Forum wird erstmals im Rheinischen Revier ein Gebäude mit der Wärmeenergie, die den Sümpfungs­wässern der Tagebaue entzogen wird, beheizt und klimatisiert. Ein innovatives Solardach soll für elektrische Energie sorgen, die über eine „Zapfsäule“ elektrisch betriebene Fahrzeuge bedient. Insgesamt investiert RWE Power rund vier Millionen Euro in den Bau des Forums.

Zukunftslandschaft Energie zu sein, das ist der Anspruch von :terra nova. Dieser nimmt mit dem neuen Forum innerhalb der nächsten Monate Gestalt an. Parallel wird mit Hochdruck an der Umsetzung der weiteren Bausteine des Projektes :terra nova, wie etwa der Umgestaltung der Fernbandtrasse gearbeitet. Auch mit der Realisierung des Verbund­forschungsprogramms „:terra nova science“ wird in Kürze begonnen. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen werden hier innovative Konzepte zur Energieerzeugung aus Biomasse, der Nutzung von Kraftwärmekopplung für pflanzliche Wachstumsprozesse sowie zur biologischen Einbindung von CO2 untersucht.

Johannes Lambertz betonte: „Es ist gut, dass die innovative Landmarke, das Forum :terra nova, genau mit Blick auf den Tagebau Hambach, ihren Platz findet. Sie symbolisiert den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren und verlässlichen Stromversorgung der Zukunft, die nur durch ein innovatives Miteinander von Erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträgern wie unserer Braunkohle zu gewährleisten ist.“ Lambertz weiter: „Unserer besonderen Rolle und unserer Verbundenheit mit der Region sind wir uns bewusst. Mehr als 35.000 Menschen im Rheinischen Revier arbeiten für die Braunkohle, entweder in unserem Unternehmen oder aber bei unseren Auftragnehmern oder Zulieferern.“